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Jugendliche Gewalt

suedblog.de - Für alle die was zu sagen haben…

Von frank - Geschrieben am 11.03.2010, 13:01

Am Rande einer privaten Musikveranstaltung Jugendlicher taucht ein ungebetener jugendlicher Gast in weiblicher Begleitung auf der Ärger macht. Nach einigen unfreundlichen Wortwechseln packt der zunächst Unbekannte einen der Jugendlichen, nimmt ihn in den Schwitzkasten und schlägt mit der Faust auf dessen Gesicht so ein, daß diesem das Nasenbein bricht. Das Opfer muß das Krankenhaus aufsuchen, nicht ohne von dem den Täter begleitenden Mädchen die Drohung zu hören, „Wenn Ihr die Polizei einschaltet, dann könnt ihr was erleben“.

Die Polizei wird eingeschaltet, Zeugen werden verhört, die Sachlage scheint klar.

Zum Opfer sagt der Täter später: Er habe ihn halt mit einem verwechselt, der sein Mädchen blöd angemacht hätte.

Dann der Bescheid von der Staatsanwaltschaft Konstanz: Die Sache wird eingestellt, es sei nicht klar, wer was gemacht hätte.
Die Frage drängt sich auf: Hätte die Staatsanwaltschaft das Verfahren auch bei einem Eierdieb eingestellt?
Eigentumsdelikte werden hierzulande mit aller Härte verfolgt (nichts dagegen einzuwenden), vorsätzliche Körperverletzung scheint dagegen eher eine lässliche Sünde zu sein. Wundern wir uns, wenn Gewalt unter Jugendlichen immer erschreckendere Ausmaße annimmt, wenn die Justiz derart lässig damit verfährt? Es scheint mir, dass der Tatbestand „Körperverletzung“ viel härter verfolgt und bestraft werden müsste als dies derzeit oft der Fall ist. Irgendwas stimmt hier nicht mehr mit den Werten.
Die Gewalt Jugendlicher kann nur eingedämmt werden, wenn jeder Schläger weiß, dass ihm drakonische Strafen blühen. Und zwar zeitnah nach der Tat.

Von frank - Geschrieben am 11.03.2010, 12:55

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